GPV - Bremer Gesellschaft für Projektmanagement im Verkehrswegebau mbH
Bremer Gesellschaft für Projektmanagement  im Verkehrswegebau mbH

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Anbindung des Gewerbegebietes Funkschneise an die Osterholzer Heerstraße

Um die im Sanierungskonzept Hemelingen vorgesehene Verkehrsberuhigung der Wohnquartiere zu Ende zu führen, musste für das Gewerbegebiet „Funkschneise“ eine neue Anbindung geschaffen werden.

Auf der Grundlage einer 1999 erstellten Machbarkeits- studie wurde die endgültige Lösung einer Anbindung im Westen der Osterholzer Feldmark bei gleichzeitiger Er- schließung des „Eisenbahnausbesserungswerks“ bzw. des Daimler-Geländes und einer planfreien Querung der DB-Strecke Hannover-Bremen geplant und realisiert.
Der Straßenzug Elisabeth-Selbert-Straße / Funkschneise erschließt die Osterholzer Feldmark mit Wohnbebauung und Kleingärten. Außerdem wurden die Stadteile Arbergen und Sebaldsbrück durch die Anbindung der Fuß- und Radwege mit einander verbunden.
Es wurde eine zweispurige Straße entworfen, die größtenteils in ein Mulden-Rigolen-System entwässert. Ein Geh- und Radweg begleitet die Straßenführung. Vorhandene und geplante Wohnbebauungen wurden mit Lärmschutzeinrichtungen in „Grünbauweise“ geschützt.

Die Maßnahme wurde durch die Freie Hansestadt Bremen vorfinanziert, die kreuzungsbedingten Kosten wurden je zu einem Drittel von der DB-Netz AG , der Bundesrepublik Deutschland und der Freien Hansestadt Bremen getragen.


Folgende Ingenieurbauwerke wurden realisiert:

  • Brücke über das „Holter Fleet“ als Rahmenbauwerk (l=2,25 m, b=17,75 m),
  • Rad- und Gehwegbrücke in Stahl-Holz-Konstruktion (l=14,5 m, b=3,5 m)
  • Brücke über die Bahnanlagen mittels Stahlkasten- trägern im Verbund mit einer Beton-Fahrbahnplatte (l=33 m, b=12,25 m)

Um das Projekt realisieren zu können musste das Rodenfleet verlegt werden, das gleichzeitig durch den naturnahen Ausbau aufgewertet wurde. Umfangreiche Kompensationsmaßnahmen erfolgten als Ausgleich für den Eingriff:

  • unterschiedliche Böschungsneigungen für einen abwechslungsreichen Lebensraum im Grabensystem
  • Amphibiendurchlässe
  • Winterquartier für Fledermäuse
  • Anlegung von Kleingewässer mit unterschiedlichen
    Tief- und Flachwasserzonen
  • 200 Eichen als dreireihige Allee gepflanzt
  • Begrünung der Lärmschutzwälle mit Gehölzen